Pitufo - Brötchen Málaga
Pitufo Montadito mit einem kräftigen Café con Leche in der Bar / Cafetería El Cid gegenüber des Hauptmarkt Atarazanas.

In Málaga nennt man ein kleines Brötchen „Pitufo“, was Schlumpf bedeutet. Warum das so ist, und weshalb du Schlumpfbrötchen nur in Málaga bekommst, erfährst du in diesem Artikel.

Das ist die Geschichte vom Pitufo (Schlumpf-Brötchen) in Málaga

Schlumpfbrötchen gibt es nur in Málaga

Wenn du in einer Bar in Tarifa oder in einem Restaurant in Ronda ein Pitufo Mixto bestellst, dann wird man dich höchstwahrscheinlich nur schief ansehen. Es sei denn, die Angestellten kennen den Begriff von einem Aufenthalt in Málaga und servieren dir dein Brötchen mit Kochschinken und Käse. Denn Pitufo Mixto bedeutet genau das: Ein kleines Brötchen mit Kochschinken und Käse. Beim Mixto stellt sich dann nur noch die Frage, ob du es mit mantequilla (Butter) oder mit aceite de oliva (Olivenöl) haben möchtest.

Neben dem Mixto gibt es noch zahlreiche weitere Varianten, wie du dein Pitufo geniessen kannst:

  • Pitufo Catalana: Brötchen mit Serrano-Schinken, Tomatenmark und Olivenöl
  • Pitufo con Aceite: Brötchen nur mit Olivenöl
  • Pitufo con Chorizo picante: Brötchen mit scharfer Paprikawurst (meist angebraten)
  • usw.

In Málaga wird man dich in jeder Bar verstehen, wenn du dein Pitufo orderst. Jeder nennt hier die kleinen Brötchen so, aber fast niemand weiss, warum sie eigentlich so heissen.

So entstand der Begriff

Auch wenn es so scheint, als ob das Schlumpfbrötchen seinen Ursprung bereits vor Jahrhunderten hatte, so ist diese Bezeichnung doch erst in den Achtziger Jahren entstanden. Die 1964 in Málaga gegründete Bäckerei Mateo Luque hatte die geniale Idee, neben den üblichen Viena (sehr grosse Weissbrötchen) eine kleinere Variante zu erschaffen, welche auch über eine weichere Masse verfügen sollte als die grösseren Brötchen. Diese kleineren Brötchen waren für Kinder gedacht, die bisher ein halbes Viena zur Frühstückspause in der Schule verspeisten.

Um bei den Kindern den Appetit auf die kleineren Brötchen zu wecken, wurde 1983 ein illuminiertes Plakat erstellt, auf dem ein Schlumpf solch ein Brötchen in der Hand hielt. Inspiriert zu dieser Werbung wurde die Bäckerei Luque vom spanischen Fernsehsender TVE, der kurz zuvor eine Zeichentrickreihe mit Schlümpfen veröffentlicht hatte.

Pitufos, also Schlümpfe erfreuen sich in Andalusien grosser Beliebtheit. So wurde für die Weltveröffentlichung des von Sony Pictures gedrehten Films „Die Schlümpfe“ (Los Pitufos) ein ganzes Dorf blau angemalt. Nach mehrheitlichem Beschluss wurde das andalusische Dorf Júzcar auch nach der Veröffentlichung des Schlumpffilms blau belassen und erfreut sich dadurch heute grosser Beliebtheit bei Einheimischen und bei Urlaubern aus der ganzen Welt.

So bürgerte sich die Bezeichnung ein

Irgendjemand kam beim Anblick des Werbeschilds mit dem Schlumpf und dem Brötchen auf die Idee, das kleine Brötchen Pitufo zu nennen. Der Begriff Pitufo und die kleinen Brötchen breiteten sich schnell über ganz Málaga aus. Bald zogen andere Bäckereien nach, die nun ebenfalls Pitufos im Sortiment anboten. Heute machen sich wohl nur die wenigsten Gedanken darüber, warum die kleinen Brötchen Pitufos heissen. Nichtsdestotrotz gehen täglich hunderttausende der Mehlschlümpfe über Málagas Theken und durch die Mägen der Malagueños und Besucher.

Pitufo integral con aceite de oliva
Pitufo integral con aceite de oliva: Kleines „Vollkorn“-Brötchen mit Olivenöl.
Darum heisst kleines Brötchen in Málaga Pitufo (Schlumpf)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen