Andalusien: Der Strand von Barbate
Gehört Andalusien zu Spanien? Die 30 brennendsten Fragen zu Andalusien. (Bild: Strand von Barbate)

Den Andalusienurlaub schon gebucht? In diesem Artikel erhältst du 30 Antworten auf die brennendsten Fragen rund um das Thema Andalusien.

1. Gehört Andalusien zu Spanien?

Definitiv, ja!

2. Warum nach Andalusien?

Für europäische Urlauber ist Andalusien leicht zu erreichen und bietet trotzdem ideale Urlaubsbedingungen. Man braucht keinen Flug in die Karibik buchen und kann sogar mit dem eigenen Wagen die schönsten Ecken und Strände Südspaniens entdecken.

Viele Orte in Andalusien versprühen mit ihren Burgen auch ein Jahrtausend nach der maurischen Herrschaft immer noch mittelalterliches Flair; wie z.B. das weisse Dorf Zahara de la Sierra oder Tarifa.

Vorsicht:

Es soll Leute geben, die bleiben nach ihrem Andalusien Urlaub einfach hier.

3. Wann ist die Mandelblüte

Die Blütezeit der Mandelbäume reicht je nach Temperatur und Niederschlagsmenge zur Regenzeit von Januar bis März. Dann erstrahlt der Campo in vielen Gebieten Andalusiens in weiss-rosaner Pracht. Wer in der Frühlingszeit nach Málaga kommt, hat gute Chancen, diesem Naturschauspiel beizuwohnen. Denn Málaga ist Mandelanbaugebiet und die Mandeln aus der Provinz Málaga sind auch über die Grenzen hinweg als Spezialität beliebt.

4. Wann entstand Andalusien?

Der Name Andalusien entstammt dem maurischen Begriff Al Ándalus. Nach der Eroberung des heutigen Tarifa im Jahre 711 durch den Maurenführer Tariq Ibn Ziad – der mit seinem Heer Westgotenkönig Roderich in die Flucht schlug – breiteten sich die Mauren und ihre Kultur in den folgenden Jahrhunderten im Gebiet des heutigen Andalusien aus.

Zu ihren bekanntesten Hinterlassenschaften gehören die Burganlage der Alhambra in Granada und die Mezquita von Cordoba.

5. Wo liegt es in Spanien?

Die Comunidad Andalucía ist die südlichste Region Spaniens und erstreckt sich über den südlichsten Zipfel der spanischen Halbinsel von Almeria über Gibraltar bis hinauf nach Huelva. Am nördlichsten Punkt grenzt es an die Provinz Cordoba.

6. Wie gross ist es?

Es gliedert sich in acht Provinzen und erstreckt sich über eine Fläche von 87.268 km². 8.399.043 Menschen (1. Januar 2015) leben hier und die Hauptstadt ist Sevilla.

7. Wie wird gesprochen?

Andalusier sind bekannt für ihren eigenen Dialekt. So wird z.B. das „S“ kaum betont und für manche Begriffe existieren eigene Wortschöpfungen. In den acht verschiedenen Provinzen werden unterschiedliche Dialekte gesprochen. In Málaga wird zwar ein unverkennbarer Dialekt gepflegt. Dieser ist aber im Vergleich zu anderen Gegenden relativ gut verständlich.

Zum Vergleich:

Das „sauberste“ Spanisch (Castellano) spricht man in Madrid. Ein Madrileño der nach Málaga kommt, versteht im Allgemeinen alles, was hier gesprochen wird. Verirrt er sich jedoch in die Tiefen der Axarquia oder gar nach Jaén, braucht er u.U. einen Dolmetscher.

Quillo toy emayao, vamo a toma una papa…

8. Welcher Flughafen?

Andalusien verfügt über sechs internationale Flughäfen, die sich an den strategischen Punkten der autonomen Region Andalusien befinden.

  1. Flughafen von Almeria
  2. Flughafen von Córdoba
  3. Flughafen von Granada
  4. Flughafen von Jerez
  5. Flughafen von Málaga
  6. Flughafen von Sevilla

Der Flughafen von Málaga gilt als einer der wichtigsten Flughäfen mit den meisten Starts und Landungen täglich.

9. Die schönsten Strände in Andalucía

Die schönsten Strände befinden sich leider nicht in der Provinz Málaga (Obwohl es hier auch sehr schöne Strände gibt.), sondern etwas weiter unten in den Provinzen Cádiz und Huelva. Besonders schön sind die Strände von Tarifa, Bolonia und die Strände in der Gegend um Los Caños de Meca und Kap Trafalgar.

Auch die Strände von Almeria im Naturschutzgebiet Cabo de Gata gehören zu den schönsten Stränden Spaniens und sogar Europas. Ausserdem existieren zahlreiche FKK-Strände in Südspanien.

10. Die schönsten Orte

Málaga gilt als die Hauptstadt der Costa del Sol und zählt mit Sicherheit zu den schönsten Orten. Granada und Córdoba gehören zum Pflichtprogramm einer jeden Andalusienrundreise. Wer die urtypischen Dörfer kennenlernen möchte, sollte sich die 19 Pueblos Blancos ansehen, die hinter Ronda beginnen und sich auf der ehemaligen Strasse von Málaga nach Cádiz auffädeln. Ronda selbst gehört natürlich auch zum Pflichtprogramm und ist eine sehr schöne Stadt, die sich in zwei Stadtteile gliedert, welche über die schwindelerregende Brücke „Puente Nuevo“ verbunden sind.

Ein Geheimtipp ist das Museumsdorf Genalguacil, das sich kurz hinter Ronda befindet. Nerja und Frigiliana sollte man sich auch unbedingt mal ansehen. In Nerja befinden sich übrigens auch die Cuevas de Nerja, die zu den grössten Höhlen Europas zählen. Es gibt noch viele weitere Orte zu entdecken. Hier bei Málaga Guide wirst du noch unzählige Inspirationen finden.

11. Wann ist die beste Reisezeit?

Die meisten Urlauber kommen zur Hauptsaison im Juli und August. Der wahre Andalusienkenner wird jedoch den Frühling bevorzugen. Dann, wenn die Mandeln blühen, die Strände noch nicht überfüllt sind, das Wetter mild und noch nicht zu heiss ist und man noch in den Bergen wandern kann.

12. Welcher Reiseführer?

Manche Reiseführer enthalten das komplette Programm für eine Rundreise. Andere sind auf einzelne Teilstücke spezialisiert und dafür um einiges detaillierter. Je nachdem, wie deine Reise verlaufen soll, wirst du dich für den passenden Reiseführer entscheiden.

13. Wie lange dauert eine Rundreise?

Wie viele Tage dauert eine Andalusienrundreise? Der normalsterbliche Arbeitsbürger gönnt sich zwei Wochen Sommerurlaub im Jahr. In diesen zwei Wochen kann man mit dem Mietwagen bequem ganz Andalusien erkunden. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich die Unterkünfte in den Hotels im Voraus buchen*, da gerade zur Hauptsaison Engpässe in der Verfügbarkeit von Hotelbetten entstehen können.

14. Ferien auf dem Bauernhof

Wenn du in Südspanien Ferien auf dem Bauernhof machen möchtest, dann findest du unter folgenden Links Inspirationen für deine Reise:

15. Andalusia an Ostern

In Málaga gibt es keine Osterhasen. Dafür werden an Ostern während der Semana Santa eine Woche lang tonnenschwere Heiligenfiguren durch die Strassen getragen. In Málaga und Sevilla ist die Semana Santa am stärksten ausgeprägt. Aber auch alle anderen Orte zelebrieren auf ihre Art die Osterwoche.

In Arcos de la Frontera in der Provinz Cádiz z.B. sind die Strassen viel enger als in Málaga. Der Thron der heiligen Jungfrau ist deshalb um einiges kleiner. Dafür wird er allerdings von den (wechselnden) Trägern über 14 Stunden die steilen Gassen der Hauptstadt der weissen Dörfer (Arcos de la Frontera ist die Hauptstadt der weissen Dörfer) hinauf und hinab getragen.

Prozession in Arcos de la Frontera.
Prozession in Arcos de la Frontera zur Semana Santa.

16. Mit dem Wohnmobil

Offiziell ist es mittlerweile an vielen Küstenorten verboten, das Wohnmobil über Nacht auf öffentlichen Parkplätzen (vor allem an denen mit Blick auf’s Meer) stehen zu lassen. Jedoch kann einem ja keiner das Parken verbieten. Wenn man jedoch beim Übernachten erwischt wird, kann es je nach Ordnungshüter zum Strafzettel (Multa) kommen. In Bolonia geht die Guardia Civil strikt gegen unerlaubte Camper im Wohnmobil vor. Da sollte man sich lieber einen Campingplatz in der Nähe suchen.

Entlang der Strandpromenade in Salobreña z.B. stehen überall Schilder, die das Parken von Wohnmobilen untersagen. An unbelebteren Strandabschnitten kann man jedoch immer noch ungeahndet den Sonnenuntergang vom eigenen Wohnmobil aus geniessen.

17. Südspanien mit Hund

In den Sommermonaten ist das Mitführen von Hunden am Strand untersagt. Früh am Morgen und abends, nachdem die Badegäste die Strände verlassen haben, kann man jedoch an den meisten Stränden seinen Vierbeiner über den Strand flitzen lassen. Viele Hotels erlauben Hunde in den Hotelzimmern. Einige Vorschriften für den Urlaub mit Hund in Spanien sollte man jedoch unbedingt beachten.

18. Nach Afrika und Marokko

Ab Algeciras und Tarifa setzen täglich Fähren nach Marokko über. Dort legen sie im Hafen von Tanger an. In den Sommermonaten wird auf Autobahnschildern bereits hunderte Kilometer vor der Ankunft im Hafen darauf hingewiesen, dass man sich die Tickets an den entsprechenden Schaltern im Voraus ausstellen lassen soll. Da viele europäische Marokkaner ihren Sommerurlaub in Marokko verbringen, sollte man diesen Hinweis befolgen. Fährtickets kann man sich auch online sichern. Z.B. hier.

19. Nach Portugal

Wer seinen Andalusienurlaub mit einem Trip nach Portugal kombinieren möchte, kann das einfach tun. Ab Málaga gelangt man mit dem Auto bereits nach viereinhalb Stunden in die südportugiesische Stadt Faro. Die Distanz ab Málaga beträgt 440 Kilometer.

Wer innerhalb Portugals weite Strecken zurücklegen möchte, sollte allerdings beachten, dass für einen Grossteil der Autobahnen Maut gezahlt werden muss.

Nicht weit von Faro entfernt beginnt die Algarve. Besonders sehenswert ist hier der malerische Ort Sagres mit seiner Steilküste und dem Leuchtturm.

20. Andalusien ist bekannt für:

  • Seine Strände entlang der Mittelmeerküste.
  • Seine Strände entlang der Atlantikküste, die im Ort Tarifa beginnt.
  • Den maurischen Einfluss, der auch tausend Jahre nach der Herrschaft immer noch stark zu spüren ist. Vor allem in der Architektur, der Ortsgestaltung, der Kultur, der Sprache und der Gastronomie sind die maurischen Einflüsse stark vertreten.
  • 320 Tage Sonne im Jahr.
  • Die Tapas-Kultur.
  • Das Leben auf der Strasse und in den Terrassenbars.
  • Die Feierlust seiner Bewohner.
  • Olivenöl und Serrano Schinken.
  • Lange Nächte, vor allem in den Sommermonaten.
  • Flamenco.
  • Die weissen Dörfer.
  • Die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada, die man in den Wintermonaten bei klarem Wetter sogar von Málaga aus sehen kann.

21. Für Geniesser

Seit jeher wissen Lebenskünstler Andalusien zu schätzen. Zu den bekanntesten zählen Washington Irving (Erzählungen von der Alhambra*), Hans Christian Andersen (Ihm ist sogar eine Statue auf der Plaza de la Marina in Málaga gewidmet.) und Ernest Hemingway.

Neben zahlreichen kulinarischen Spezialitäten schätzen Lebenskünstler in Südspanien vor allem das Wetter und die Lebensqualität an sich.

22. Mit dem Auto

Wer durchfährt braucht mit dem Auto von Deutschland nach Málaga einen reichlichen Tag. Nach der Ankunft sollte man sich vor allem an der Küste auf regen Verkehr und Parkplatzmangel gefasst machen. Besser und vor allem günstiger ist es, mit dem Flugzeug nach Málaga zu reisen, und dann für die Dauer des Aufenthalts einen Mietwagen zu nehmen.

23 Mit dem Motorrad

Für Motorradreisende ist der Weg das Ziel. Wer mit dem Motorrad nach Andalusien reist, kommt hier voll auf seine Kosten. Ob über eine kurvenreiche Strecke durch die Alpujarras oder eine Ausfahrt entlang der Pueblos Blancos. Mit dem Motorrad durch Andalusien zu cruisen ist das Nonplusultra. Wer kein eigenes Motorrad hat oder lieber mit dem Flugzeug anreist, um sich für die Dauer seines Aufenthalts ein Motorrad zu mieten, wird hier fündig.

Mit dem Motorrad in Andalusien
Mit dem Motorrad in Bolonia.

24. Bilder zu Andalusien

Eine Auswahl an Bildern zu Andalusien findest du auf der Facebookseite von Málaga Guide.

25. Wie lange dauert ein Flug?

Je nach Abflugort und Windgeschwindigkeit und -richtung dauert ein Flug von Deutschland nach Málaga zwischen 2,5 bis 3 Stunden.

26. Golfplätze ohne Handicap

Golfplätze gibt es in Andalusien wie Sand am Meer. Eine Übersicht über sämtliche Golfplätze findest du hier.

27. An welcher Küste

An welcher Küste bin ich? Neben der Costa del Sol, die sich zwischen Estepona bis Nerja erstreckt, existieren weitere Küstenabschnitte entlang der andalusischen Mittelmeerküste:

  • Costa Almeriense (Küste von Almeria)
  • Costa Tropical (Küste der Provinz Granada)
  • Costa de la Luz (Küste der Provinzen Cádiz und Huelva)

28. Bei schlechtem Wetter

Was tun bei schlechtem Wetter? Das Klima in der Provinz Málaga ist sehr trocken. Wenn es doch einmal regnet, ist das wie ein Segen. Schlechtes Wetter kann man das also kaum nennen. Bei Regenwetter lohnt sich eine Tapastour oder eine Tour durch die Bodegas. (Wie das Antigua Casa de la Guardia in Málaga oder die Bodegas im Ort Setenil de las Bodegas.)

Ein Spaziergang bei Regenwetter entlang der Strandpromenade oder irgendeines Strandes entlang der Küste ist ebenfalls empfehlenswert. Regenjacke an und den Meeresduft geniessen.

29. Die andalusische Küche

Die andalusische Küche ist mediterrane Küche. Auf dem Speiseplan stehen viel Fisch und Meeresfrüchte. Zu den Zutaten vieler Speisen gehören Tomaten und Obst und Gemüse aus der Region, Mandeln, Olivenöl, Kichererbsen (aus denen übrigens der sehr leckere Hummus hergestellt wird), Avocados und natürlich Produkte aus den iberischen Schweinen, wie der Serrano Schinken oder Serrano-Hartwurst.

In allen Bodegas wird Manchego Käse serviert. Zu den beliebtesten Tapas gehören der Ensaladilla Rusa, Albondigas und die Tortilla de Patatas. Im Gegensatz zu Deutschland bestellt man sich hier beim Essen gehen nicht jeder einen Teller, um ihn sich dann allein und schweigsam einzuverleiben, sondern man bestellt Tapas, medias raciones oder raciones, die man dann gemeinsam und unterhaltsam verspeist.

30. Wo ist es in Andalusien am schönsten?

Jede Gegend hat ihren besonderen Reiz. Im Winter ist es für viele am schönsten in den Bergen der Alpujarras in der Provinz Granada (wenn auch sehr kalt) oder in der Sierra Nevada (die in den Wintermonaten leider oft sehr überfüllt ist). Im Frühling und Sommer hingegen ist es am schönsten an den Stränden. Da viele genauso denken, sind viele der Strände in den Sommermonaten überbevölkert.

Da die Strände der Provinzen Cádiz und Huelva sehr breit sind, geht es hier sogar in den Sommermonaten gediegen zu. Während sich an den Stränden in Marbella die Strandbesucher gegenseitig auf’s Handtuch treten, kann man z.B. am Strand von Barbate immer noch die Weite geniessen. Die Schönheit liegt oft im Auge des Betrachters. Im Allgemeinen kann man aber getrost sagen:

In Andalusien ist es überall schön!

Gehört Andalusien zu Spanien? 30 Antworten auf die brennendsten Fragen zu Andalusien

Mike Lippoldt

Über den Autor: Mike Lippoldt wanderte auf unkonventionelle Weise mit dem Fahrrad nach Spanien aus. Über seine Abenteuer und den Neustart in Andalusien schrieb er ein Buch.

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