Puerto de la Torre Malaga
Der Stadtteil Puerto de la Torre war in der Vergangenheit ein eigenständiger Ort vor den Toren von Málaga.

Puerto de la Torre ist ein Stadtviertel von Málaga, welches in nördlicher Richtung der Provinzhauptstadt liegt. Der Ortsname hat seinen Ursprung in maurischer Vergangenheit.

Málaga – Puerto de la Torre oder Distrikt 10

Umgangssprachlich wird der Stadtteil Puerto de la Torre auch Distrito 10 genannt, weil er tatsächlich Nummer 10 der insgesamt 11 Distrikte von Málaga ist. Mit rund 42.000 Einwohnern ist der Stadtteil recht dicht besiedelt.

Puerto de la Torre grenzt im Norden an die Gemeinde Almogía, die sich bereits in den Ausläufern der Bergkette der Montes de Málaga befindet und im Süden an die Stadtteile Bailén-Miraflores und Cruz de Humilladero. Im Südosten grenzt der Distrikt 10 an den noch abgelegeneren Stadtteil Distrikt 9 – Campanillas.

Richtung Süden verbindet sich Puerto de la Torre mit dem Universitätsviertel Teatinos. In Teatinos befindet sich jährlich um den 13 August das Hauptfestgelände des Sommerfestes von Málaga.

Namensgebung und Geschichte

Viele Orte an der Costa del Sol und in Andalusien tragen den Beinamen „de la Torre“ (des Turms). Dieser Namenszusatz entspringt bei den andalusischen Ortsnamen stets der maurischen Vergangenheit. Unter Maurenführer Tariq Ibn Ziyad kamen im Jahre 711 verbündete Maurenstämme über die Meerenge von Gibraltar nach Tarifa und breiteten sich im Laufe der Jahrhunderte über das gesamte heutige Gebiet Andalusiens aus.

Die Mauren errichteten an hunderten strategischen Punkten Andalusiens Wachtürme, die einerseits zur Observation dienten und andererseits zur Kommunikation. Die Türme waren so aufgestellt, dass man sie, wenn auf den Türmen ein Feuer entfacht wurde, sofort von einem anderen Turm aus erkennen konnte. Nahten Feinde, dann wurden auf den Türmen Feuer entzündet und die Botschaft breitete sich in rasantem Tempo aus, so dass auf diese Weise schnell Verstärkung angefordert werden konnte.

Der Ortsname Puerto de la Torre bezieht sich also auch in diesem Falle auf einen Wachturm aus maurischer Zeit. Dieser Turm ist restauriert und kann besichtigt werden (leider mit Graffitis beschmiert). Zu maurischer Zeit diente der Turm vorrangig der Bewachung des alten Weges, der Málaga mit Antequera verband.

Weitere Sehenswürdigkeiten im Ort:

  • Iglesia de los Dolores: Kirche aus dem 19. Jahrhundert entworfen vom Architekten Fernando Guerrero Strachan
  • Cortijo Cañaveral de los Frailes: Gehöft in toskanisch-andalusischem Stil erbaut im 16. und 17. Jahrhundert
  • Hacienda de Teatinos: Gebäude von 1581 – leider nur nich die Fassade übrig

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Puerto de la Torre oder Distrito 10: Ein Stadtteil von Málaga mit Dorfcharakter

Mike Lippoldt

Über den Autor: Mike Lippoldt wanderte auf unkonventionelle Weise mit dem Fahrrad nach Spanien aus. Über seine Abenteuer und den Neustart in Andalusien schrieb er ein Buch.

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